VFR nach Speyer

vom 30. Januar 2011 · Allgemein, Praxis

Das Wetter war am Baden-Airpark mehr als bescheiden, als wir am Samstag in Richtung Speyer gestartet sind. Die Wolken hingen in 2300ft und die Sicht betrug gerade mal so… naja. Es gibt schöneres Flugwetter. Je näher wir nach Speyer (EDRY) gekommen sind, desto besser wurde das Wetter. Über Waghäusel lachte dann die Sonne und Spyer zeigte sich von einer ganz tollen Winter-Sonnen-Stimmung. Der Dom von Speyer mit seinem grünen Kupferdach stand da, wie wenn er schon immer da stehen würde :-)

Ungewohnt war der Anflug auf die Piste 16 in Speyer. So kurz und so schmal… Die Bahn in Karlsruhe ist drei mal so lang und mindestens doppelt so breit. Total komischisches Gefühl wenn man nach dem Aufsetzen und Durchstarten sehr deutlich das Ende der Piste sehen kann. Klar, es reicht mit der Katana dicke, optisch jedoch ungewohnt. 4 Touch&Go’s und dann wieder zurück nach Karlsruhe. Das Wetter war wie auf dem Hinflug im Rheintal so was von mies.

“D-ELEG, ROMEO in 1.800 Fuß” als wir den Pflichtmeldepunkt überquerten schraubte rechts vor uns ein Hub(schrauber) und es wurde echt “stressig in der Platzrunde”.

In Karlsruhe machten wir 1 LOW-APPROACH und 1 Touch & Go und (logisch, sonst würden wir jetzt noch kreisen) eine Abschlusslandung.

Den Funk wickelte ich größtenteils selbst ab.
Die 1. Landung in Speyer machte ich selbst – die anderen unterstützte mich Markus wieder :-)

Mit Markus bin ich das erste Mal geflogen. Er fliegt beruflich einen CITATION Jet und verfügt durch seine ATPL an enormen Wissen. Es war echt cool, witzig und mal was neues mit einem Profi zu fliegen. Wer jetzt nicht genau weiss, was ein CITATION Jet ist, dem erklär’ ich das gerne mal. Wenn man ein Flugzeug sieht und denkt, wow, das hat zwei Turbinen ist aber nicht länger als ein kleiner Reisebus und sieht schweine-teuer aus, dass ist dann so ein Private-Jet, den man gegen ein paar Euros chartern kann und mit dem man dann ganz individuell hin und her fliegen kann. In Lahr ist mir mal so ein Teil begegnet. Siehe Bild.

Wir waren gut 1,5 Stunden unterwegs. Was dann aber wesentlich länger gedauert hatte war der ganze Schreibkram. Zwei Stunden haben wir versucht unsere Flugzeiten zu rekonstruieren. Der Verein hat ein neues Buchungssystem. Das raffinierte an dem Buchungssystem ist, dass ein virtuelles Bordbuch geüfhrt wird über dieses dann direkt abgerechnet wird. Quasi wird meine Rechung durch die Einträge aus dem Online-Bordbuch generiert. Also will man das die Buchführung stimmt.
Wir sind in Speyer nicht ausgestiegen, haben also nur kurz “Hallo” gesagt und sind gleich wieder weg. Da wir nicht von der Piste abgerollt sind, haben wir uns auch nicht die Zeiten für den “ersten Flug” Karlsruhe-Speyer notiert. Das böse Erwachen kam dann, dass wir den Flug im Ganzen trennen mussten. Die Landungen in Speyer werden über das Vereinskonto abgerechnet. Da aber nur noch das Online-Bordbuch zählt, gab es ein pures Chaos und total kompliziert hier zu erzählen.

Zwei Stunden Papierkrieg waren dann angesagt.
Nachdem eine Germania in Baden landete wurde die Flugfeldbefeuerung ausgeschaltet und wir waren alleine am Airport :-)
Um 20 Uhr sind wir dann gegangen …

Auf dem Bild sieht man einen kleinen Auschnitt unserer Rekonstruktionsversuche :-)